Unter dem Titel „Ästhetik der Veränderung“ entwickelten BWM Architekten zusammen mit Sanja Utech vom Büro koerdtutech und dem Grafikdesigner Gerhard Bauer von Perndl+Co einen inhaltlich dichten Ausstellungsrundgang zur Geschichte und Strahlkraft der Universität für angewandte Kunst. In einer alphabetischen Ordnung wurden die Highlights der 150jährigen Geschichte der Angewandten präsentiert. So entstehen überraschende Nachbarschaften und Neuerzählungen. Herausragende Werke finden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu innovativen Entwürfen oder experimentellem Design. Durch diese „zufällige“ enzyklopädische Anordnung wird eine (allzu) bekannte chronologische Aufarbeitung durchbrochen.

Der Ausstellungsrundgang gliedert sich in zwei Teile: In der äußeren Halle findet sich die enzyklopädische Erzählung mit Archivalien und Kunstobjekten, während in der Zentralhalle die „Werkstatt“ mit allen Informationen zur heutigen Universität für angewandte Kunst und ihren einzelnen Studienabteilungen zu finden ist. Das Ausstellungsdesign orientiert sich am Charakter des Experiments und des Transitorischen – versinnbildlicht durch den Werkstoff Papier als leichtem Trägermedium.

Plakatpapiere fungieren quasi als „Karteikarten“, die mit Indexen von A-Z versehen sind. Auf diesen sind die Exponate systematisch verteilt angeordnet. Nach diesem System wird die gesamte zur Verfügung stehende Fläche plakatiert – sichtbar als wandfüllende Präsentation der Exponate vom Boden bis zur Decke. In der Zentralhalle wird das System gebrochen: Hier geht es um die Gegenwart der Institution. Es eröffnet sich ein informations- und abwechslungsreicher, multiperspektivischer Einblick in das komplexe Universum der „Angewandten“.

Laufzeit der Ausstellung: 15.12.2017-15.04.2018

 

Datum

Februar 2018

Auftraggeber

MAK Museum für angewandte Kunst Wien

BWM Team

Sanja Utech / Büro koerdtutech

Projektbeteiligte

Grafikdesign: Perndl+Co
KuratorInnen MAK: Elisabeth Schmuttermeier, Patrick Werkner