Der Fokus der Ausstellung „Kokoschka. Das Ich im Brennpunkt“ liegt auf der fotografischen Dokumentation des Lebens Oskar Kokoschkas. Die kleinformatigen, überwiegend schwarz-weißen Fotos sind in 39 Kapitel gruppiert und werden mit Gemälden der entsprechenden Perioden kombiniert. Die Ausstellungsgestaltung hatte die Aufgabe, die Fülle dieser Objekte spannungsreich zu ordnen.

Raumhohe Farbflächen strukturieren die Räume und erzeugen einen rhythmisierten Ausstellungsdurchgang. Die Farben verweisen in ihren signifikanten Grau-Abstufungen auf die Welt der Schwarz-Weiß-Fotografie.

Um zu vermeiden, dass die großen, farbigen Gemälde die kleinformatigen Fotos dominieren, werden Fotos und Gemälde voneinander separiert im Raum präsentiert, wobei die schwarzen und weißen Flächen den Gemälden vorbehalten sind (Kokoschka malte 1918 sein Atelier schwarz aus, um seine Gemälde besser zur Wirkung zu bringen), während die Fotos durch die grau abgestuften Raumbereiche kapitelweise geordnet werden.

Die tief gesetzten Kapiteltitel erinnern an die für Fotoalben typischen Anmerkungen zu den Fotos – in diesem Sinne könnte die Ausstellung auch als räumliches, begehbares Fotoalbum gelesen werden.

 

Datum

Oktober 2013

Auftraggeber

Leopold Museum

Projektbeteiligte

Medienplanung und –umsetzung: Zone mit Esteban (Gert Tschuden und Stephan Schaja)

Fotograf: Christoph Panzer

BWM Team

Sanja Utech, Elisabeth Etzler