Vergabeverfahren Neugestaltung Weltmuseum Wien

Das international ausgeschriebene Vergabeverfahren für eine Neugestaltung des Weltmuseums Wien (ehemaliges Museum für Völkerkunde) wurde im Frühjahr 2013 ausgeschrieben. Neben Vorschlägen zur Revitalisierung der alten Ausstellungsräume in der Neuen Burg am Heldenplatz galt die Ausschreibung Konzepten für die Neuaufstellung der Sammlungen und einer zeitgemäßen Lösung für den zentralen Eingang des Museums am Heldenplatz. BWM Architekten gewannen in diesem Wettbewerb den dritten Platz mit einem Projekt, das der Ausrichtung des Museums als Plattform des Austauschs verschiedenster Kulturen und Identitäten Rechnung trägt.

Der Vorplatz und das neue Entrée nehmen die Kreiselemente vom Logo des Weltmuseums auf und integrieren sie in die Gestaltung einer begehbaren Informations- und Aufenthaltsskulptur. Angefangen bei den Sitzgelegenheiten, über die vertieften Sitzgruben und Informationsträger bis zu den Wasserbecken sind alle Gestaltungselemente bis zur Möblierung in Rundformen angelegt.

Die „Dots“ des Logos sind auch die Basis für die Gestaltung des Vorplatzes, der in einer sanften, geschwungenen Rampe vom Heldenplatz zum Eingang ansteigt. Der Niveauunterschied wird stufenlos ausgeglichen, eine großzügige Fläche macht Raum zwischen Heldenplatz und dem Inneren des Hauses.

Die von BWM vorgeschlagenen Maßnahmen thematisieren auch auf symbolischer Ebene das neue Verhältnis von Betrachtern/Betrachterinnen und Institution: Gewohnte Blickwinkel werden verschoben, hierarchische Ordnungen überwunden. Stattdessen wird Platz geschaffen für Fragen des gegenseitigen Verständnisses und des Austauschs.

 

Datum

Dezember 2013

Auftraggeber

Kunsthistorisches Museum Wien