BWM Architekten

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Sheraton Grand Salzburg
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Sheraton Grand Salzburg

BWM Architekten haben 2019 der Lobby des Sheraton Grand Salzburg einen neuen Look verliehen, 2020 wurde das hierfür entwickelte Gestaltungskonzept auf das gesamte Erdgeschoss ausgedehnt und entsprechend Restaurant „Mirabell“, „Piano Bar“ sowie Veranstaltungsräume ebenso einem Refurbishment unterzogen. Das Interior Design spiegelt den Lokalkolorit, das „Salzburgische“ wider, etwa durch für die Mozartstadt typische Materialien wie Marmor oder Loden – übersetzt in eine moderne Formspra-che. 2017 zeichnete das Wiener Architekturbüro bereits für das Interior Design des hoteleigenen Restau-rant taste.it verantwortlich.

In zentraler Lage, unweit der pittoresken Altstadt von Salzburg, grenzt das Sheraton Grand direkt an den weltbekannten Mirabellgarten, das gleichnamige Schloss sowie das stark frequentierte Kongresshaus Salzburg. Diesen Lokalkolorit sollte man auch sogleich beim Betreten des 5-Sterne-Hauses erkennen und spüren können, so der Anspruch für die Neugestaltung der 310 m2 großen Lobby durch BWM Architekten. „Die Kunst des Interior Designs lag für uns darin, einen ländlich-salzburgischen Stil in eine zeitgemäße Formensprache zu übersetzen, welche trotz eindeutig lokaler Bezüge nichts Provinzielles, plakativ Heimatliches ausstrahlt, sondern die Exklusivität des Hauses und die Internationalität der Marke ‚Sheraton’ ebenso wahrnehmbar macht,“ führt BWM-Architekt Erich Bernard aus.

Marmor und Loden

In diesem Sinne wurden für die Mozartstadt typische Materialein verwendet wie etwa der bekannte Adneter Marmor als Bodenbelag, ein roter Ammoniten führender Kalkstein, der auch „Salzburger Marmor“ genannt als Dekorstein weltweite Verbreitung findet. „Auch die Wahl der Bezugsstoffe sind Zitate des ‚Salzburgischen’“, so BWM-Projektleiterin Rita Guggenberger. „Loden kommt in seinen für die Landestracht typischen Farben Rot und Grün zum Einsatz, dazu werden gedeckte Töne wie Beige und Grau kombiniert.“

Ort der Begegnung und Ruhe

Ziel war es, die Lobby trotz der steten Betriebsamkeit in eine Wohlfühloase zu verwandeln. Die zentrale Wartezone wurde, inselgleich, auf einem von BWM speziell für dieses Projekt entworfenem Teppich mit ebenfalls rot-grünem Karomuster positioniert. Drei freistehende, holzverkleidete, in einer mit Eichenvertäfelung ausgekleideten Nische positionierte Rezeptionspulte ermöglichen einen schnellen Check-In. Dank des Einsatzes von natürlichen Materialien und sanften Farben sowie unter besonderer Berücksichtigung der passenden Beleuchtung konnte eine entspannte, ungezwungene Stimmung, ein Ort der Ruhe geschaffen werden. Adneter Marmor, Terrazzo und Nero Marquina bilden ein Karo am Boden. Die Wände sind mit Eichenvertäfelungen und Vorhang ähnlichen, fließenden Verkleidungen in sanft abgetönten, hellen Farben gehalten. Die Decke wurde dreidimensional, das Karo des Bodens widerspiegelnd, kassettiert und mittels indirekter Beleuchtung ins Szene gesetzt.

Die Lobby wird über einen Windfang erschlossen, welcher bereits den herrlichen Blick in den dahinterliegenden Außenbereich des Hotels und damit den berühmten Mirabellgarten freigibt. Als Verweis auf diese weltbekannte Parkanlage und quasi als Indoor-Erweiterung dieser wurde der Windfang entsprechend üppig mit Pflanzen ausgestattet.

Erich Bernard
Die Kunst des Interior Designs lag für uns darin, einen ländlich-salzburgischen Stil in eine zeitgemäße Formensprache zu übersetzen, welche trotz eindeutig lokaler Bezüge nichts Provinzielles, plakativ Heimatliches ausstrahlt, sondern die Exklusivität des Hauses und die Internationalität der Marke ‚Sheraton’ ebenso wahrnehmbar macht.
Erich Bernard

Ruhepol Bibliothek 

Durch die Lobby gelangen die Gäste weiter in das hauseigene Restaurant taste.it, für dessen Neugestaltung BWM Architekten bereits 2017 verantwortlich zeichneten. Als Zwischenzone zum Restaurant bzw. als Verlängerung der Eingangsachse wurde eine großzügige Bibliothek installiert, die an Wand, Decke wie Boden mit Holzvertäfelungen verkleidet ist. Zwei Kaminsituationen sowie gemütliche, mit Leder ausgekleidete Sitznischen laden den Gast zum Verweilen ein – den Blick stets freigebend auf das grüne Herz Salzburgs.

Internationaler Flair im Restaurant “Mirabell

Auf die Bibliothek folgt das Restaurant „Mirabell“ mit internationaler Karte, das seinen Gästen über die gesamte Breite einen fantastischen Ausblick in den Mirabellgarten gewährt. „Das im Vorjahr für die Lobby entwickelte Gestaltungskonzept wird hier konsequent fortgeführt, das Erdgeschoss erhält so ein neues, einheitliches und in sich stimmiges Gesicht“, erklärt BWM-Projektleiterin Rita Guggenberger.

Um den exklusiven Stil des Hauses zu unterstreichen, jedoch in einer zeitgemäßen Interpretation, entwarfen BWM Architekten eigens Teppiche mit grafischem Muster, die in Kombination mit französischem Parkett die verschiedenen Zonen des Restaurantbereichs abbilden und gleichsam verbinden. Diese Zonierung – in Frühstücksbuffetbereich, Restaurant, Bar, Clublounge im Barvorbereich und Loungeinsel – wird mittels unterschiedlicher Möblierung weitergeführt, in der Auswahl der Bezugstoffe farblich wiederum zusammengeführt. Bezugnehmend auf die kassettierten, indirekt beleuchteten Deckenfelder der Lobby wurden die bestehenden Deckenfelder des Restaurants nach demselben Prinzip überarbeitet. Eigens angefertigte Luster strukturieren und akzentuieren die unterschiedlichen Bereiche noch zusätzlich.

In der Bestuhlung wird das Farbkonzept von Lobby und Bibliothek fortgeführt, jedoch unter Verwendung von Samt anstelle von Loden.

Holz & Messing

Die ebenfalls neu überarbeitete Bar ist nunmehr klar erkennbares Herzstück des Restaurants und wurde – bezugnehmend auf die Gestaltung der Lobby – mit Eichenholz verkleidet. Das Flaschenregal über der Bar sowie das Lümmelboard sind in Messing gehalten und erweisen klassischem, italienischem, Bardesign eine Referenz – passend zum bereits 2017 gestalteten Restaurant „taste.it“ mit italienischer Karte.

Verbunden & geöffnet.

Der dem Restaurant „Mirabell“ angeschlossene Frühstücksbereich erfuhr ebenfalls eine Neugestaltung.

Die bestehenden mobilen Trennwände – welche Teile des Restaurants bei Bedarf abtrennen und so als Veranstaltungsräume für verschieden große Gruppen gebucht werden können – bekamen ebenfalls ein Facelift und wurden mit Echtholzpaneelen inklusive facettierten Spiegelflächen neu verkleidet. Das Konzept setzt sich in der Eichenvertäfelung im Frühstücksbereich fort und entwickelt sich weiter in einen offenen Wandverbau, der sowohl funktional als auch gestalterisch das Rückgrat des Restaurants bildet und den Bereich des Frühstücksbuffets mit jenem des Restaurants verbindet.

Die Warmausgabe wurde zusätzlich geöffnet und entsprechend stärker im Raum integriert. Ein zentraler Buffettisch kann am Abend für bis zu 8 Personen auch exklusiv gebucht werden, der „Salon“ wurde eingeführt.

Diskret & dynamisch. 

Direkt neben den Aufzügen wurde der sogenannte Board Room eingerichtet – ideal für dynamische Besprechungen im kleinen Kreis finden am zentralen Tisch rund 10 Personen Platz. Das „Salzburgische“ der Lobby setzt sich im grünen Lodenbezug der Stühle fort. Dank der durchgängigen Glasfront wird der Besprechungsraum in angenehmes Tageslicht getaucht, bei Bedarf können die Samtvorhänge in gedeckten Farben zugezogen werden. Technisch am neuesten Stand ist der Board Room mit allen Anschlüssen sowie einem großen Screen ausgestattet.

Aufgabe
Neugestaltung des Erdgeschosses inkl. Lobby, Restaurant, Bar, Bibliothek, Board Room des Sheraton Grand in Salzburg

Status
Fertigstellung 06/2020

Auftraggeber
Park-Hotelgesellschaft m.b.H. & Co. KG

BWM Team
Rita Guggenberger, Gabriele Bruner, Ismail Berkel

Projektbeteiligte

Ausführungsplanung Hochbau
Architekturbüro Genböck

Lichtplanung
Megumi Ito

Kuration und Ausstattung Dekorationselemente
Atelier Peter Weisz

F&B Planung
Christian Bayer-Eissler