BWM Architekten

En Suche Menu
ENTNERs am See
ENTNERs am See
ENTNERs am See
ENTNERs am See
ENTNERs am See
ENTNERs am See
ENTNERs am See
ENTNERs am See
ENTNERs am See
ENTNERs am See
ENTNERs am See
ENTNERs am See
ENTNERs am See

Unter Verzicht auf herkömmliche Tirol-Klischees, aber unter Berücksichtigung der spektakulären Naturkulisse, wird das Traditionshotel Entners am See stufenweise umgebaut und neu positioniert.

Am Fuße des Karwendelgebirges und direkt am Achensee liegt das Hotel Entners am See. Die einzigartige Lage zwischen den eindrucksvollen Bergriesen im Westen und den klaren Wassern des größten See Tirols im Osten sorgen für gänzlich unterschiedlich geartete Licht- und Blickverhältnisse. Ihnen galt es durch die Neugestaltung des Betriebes mit seinen 40 Zimmern gerecht zu werden.

Es werde Licht

„Allein schon wegen ihrer Ausrichtung fällt in die „Achensee“ genannten Zimmer mit Seeblick weniger Licht ein“, erklärt BWM-Innenarchitekt Aleš Košak, „zudem sind sie vergleichsweise schmäler und ziehen sich tiefer ins Innere des Gebäudes. “Darum hat man bei den zum See gerichteten Zimmern auf eher dunkle Farben und Materialen zurückgegriffen, die das nur sparsam eindringende natürliche Licht potenzieren. „Eine Technik, wie sie in den nordischen Ländern Europas schon seit sehr langem angewandt wird“, betont Košak. Im Unterschied dazu hat man bei den hellere, weniger tiefen und „Alpin“ genannten Zimmern, die sich den Bergen zuwenden, auf eine südländische Technik zurückgegriffen und die Inneneinrichtung der Zimmer ebenfalls hell gestaltet.

Hinein in die Natur

Die langgezogenen, zum See gewandten Zimmer betritt man durch ein Vestibül mit abgetrennter Toilette. Ihm folgt die Vanity-Station, von der aus man übergangslos in den Schlafbereich gelangt, von dort in den Wohnbereich und schließlich auf den Balkon. Unterschiedliche Materialien wie der grüngekachelte Boden in der Vanity-Station und dunkler Schiffboden im Schlaf- und Wohnbereich heben einen Bereich vom anderen ab und betonen dieserart die Sequenz. In den in Dunkelgrün gehaltenen Kacheln, Wänden und Decken spiegelt sich der See wider, auf den ein höhergestelltes Bett den Blickerlaubt. Lokale Materialen wie grüner Stein und dunkler Marmor ziehen optisch die Natur ins Gebäudeinnere. Die weniger tiefen, breiteren und sonnigeren Zimmer mit Blick aufs Karwendelgebirge betritt man durch eine Art Vorraum, in dem sowohl Garderobe als auch Bad, Vanity-Station und abgetrennte Toilette untergebracht sind. Der Wohnbereich indessen befindet sich neben dem Schlafbereich. Auch hier sorgen lokale Materialen für eine sowohl optische als auch haptische Präsenz der umliegenden Natur im Gästezimmer.

Schlechtwettertauglich

Während in den zum See gerichteten Zimmern Smaragdgrün, Dunkelholz und Messing die bestimmenden Farbtöne sind,setzt man in den zum Berg gewandten auf bläuliches Felsengrau, Hellholz, Schwarz und Cognac. „In beiden Fällen geht es darum, eine warme, kaminzimmerähnliche Atmosphäre zu schaffen, die auch bei einem wetterbedingten längeren Aufenthalt in den Zimmern für Gemütlichkeit und Wohlbefinden sorgt“, erklärt BWM-Architekt Erich Bernard. Dieses Themawird auch in den Gängen und Fluren aufgegriffen. So setzt sich etwa das original Terracotta-Stiegenhaus in einer schwarzweiß Tapete mit Berg-Motiv sowie einem Teppich in Grau-Schattierungen fort. Ziel sei es generell, ein „Haus voller Orte“zu schaffen, das dem Gast einerseits Heimeligkeit vermittelt – und ihm andererseits Spannungselemente quer durchs Hotel bietet. „Durch den progressiven Umbau wird jedes Jahr etwas Neues hinzugefügt, sodass auch der wiederkehrendeStammgast immer wieder etwas zu entdecken hat“, so Architekt Bernard.

Mehr als Mehrzweck

In diesem Sinne umgestaltet hat man auch die einstige 480 Quadratmeter große Hausdisco namens Seediele. Sie wurde in einen unterschiedlich einsetzbaren Raum verwandelt, der sowohl für Konferenzen als auch für Veranstaltungen wieetwa Hochzeiten genutzt werden kann. „Hier galt es das genaue Gegenteil eines stimmungslosen Ortes zu schaffen, sodass er dank seiner Atmosphäre auch festliche Veranstaltungen beherbergen kann“, betont Bernard. Dazu wurde wiederum eine Art Kamin- und Bibliotheksituation erzeugt, die Wärme und Gemütlichkeit erzeugt. Zwei tragende Säulen wurden nicht versteckt, sondern in das Ambiente integrieret, ein langes Stehpult sorgt für Begegnungen und Kommunikation. Geschmeidig fließende Vorhänge erlauben Trennungen in kleinere Einheiten, in den grün-blauen Teppichböden und in einer reflektierenden Decke schillern die Farben des Achensees.

Aufgabe
Gestalterische Neupositionierung, Entwurf, Ausführungsplanung und Umbau der gesamten Hotelanlage des bestehenden Hotels ENTNERs am See in Pertisau am Achensee inkl. zweier Musterzimmer

Status
Fertigstellung 08/2019

Fläche
Österreich

Standort
Pertisau am Achensee

Auftraggeber
Entners KG

BWM Team
Erich Bernard, Aleš Košak, Nadine Elisabeth Albenberger

Bildnachweis
Entners am See
Entners am See / Lars Hammesfahr
Entners am See / Andreas Pollok

Projektbeteiligte

Spela Leskovic/AKSL Architekten

moodley brand identity gmbh

F&B Planung
Christian Bayer-Eissler, Georges Desrues

Presse

28 November 2019

architektur & bau forum instyle

Hier wollen wir bleiben

PDF

28 November 2019

Architektur & Bau Forum

Hier wollen wir bleiben

PDF